Diese Seite unterstützt deinen Browser nur begrenzt. Wir empfehlen dir, zu Edge, Chrome, Safari oder Firefox zu wechseln.

Warenkorb 0

Keine weiteren Produkte zum Kauf verfügbar

Produkte
Kombinieren mit
Zwischensumme Kostenlos
Versand, Mehrwertsteuer und Rabattcodes werden an der Kasse berechnet
Nachhaltigkeit in der Produktion: CO₂-Bilanz und Transportwege zwischen Asien und Europa

Nachhaltigkeit in der Produktion: CO₂-Bilanz und Transportwege zwischen Asien und Europa

Nachhaltigkeit umfasst mehr als die Produktion – auch Transportwege, CO₂-Emissionen und soziale Standards sind entscheidend. Dieser Beitrag vergleicht die Umweltbilanz einer in Asien hergestellten Babytrage mit einem regional produzierten Tuchgewebe und beleuchtet Transport, chemische Belastungen und Nachhaltigkeitsversprechen.

Nachhaltigkeit in der Produktion: CO₂-Bilanz und Transportwege zwischen Asien und Europa

Nachhaltigkeit ist ein vielschichtiges Thema, das über reine Produktionszahlen hinausgeht – insbesondere wenn man CO₂-Emissionen, Transportwege, Arbeitsbedingungen und potenzielle chemische Belastungen betrachtet. In diesem Blog-Beitrag analysieren wir ausführlich die Unterschiede zwischen einer Produktion in Asien und in Europa, beleuchten den kompletten Transportweg und hinterfragen, ob ein in Asien hergestelltes Produkt, das in großen Mengen per Container nach Europa verschifft wird, tatsächlich nachhaltiger sein kann als ein in Deutschland produziertes und lokal transportiertes Produkt. Dabei betrachten wir unter anderem den Fall einer Babytrage, ohne dabei spezifische Markennamen zu nennen, und vergleichen diesen mit einem in Deutschland gewebten Tuchgewebe.


1. CO₂-Bilanz in der Produktion

Produktion in Asien

  • Skaleneffekte: In vielen asiatischen Produktionsstätten werden hohe Stückzahlen hergestellt, was bei optimal ausgelasteten Anlagen oft zu einer geringeren CO₂-Emission pro produzierter Einheit führen kann. Dies liegt an den Effizienzvorteilen und oftmals an niedrigeren Energiekosten.
  • Energiequellen: Allerdings ist die Energiebilanz in vielen asiatischen Ländern noch stark von fossilen Brennstoffen geprägt. Dies kann den CO₂-Fußabdruck trotz effizienter Fertigungstechnologien erhöhen.
  • Arbeitsbedingungen und soziale Aspekte: Einige Hersteller rühmen sich mit nachhaltigkeitsbezogenen Aspekten wie fairen Arbeitsbedingungen. Allerdings zeigen Vergleichsstudien, dass Produktionsstätten in Europa – etwa in Deutschland oder angrenzenden Ländern wie Tschechien – oft striktere Auflagen haben, was Arbeitsbedingungen und Bezahlung betrifft. Diese sozialen Parameter fließen zunehmend in die Nachhaltigkeitsbewertung ein.
  • Vorsicht bei Nachhaltigkeitsbehauptungen: Unternehmen, die in Asien produzieren, müssen sehr bedacht mit der Behauptung umgehen, nachhaltigste Produkte herzustellen. Neben der reinen Produktionsbilanz ist es essenziell, auch die komplexen Transportwege innerhalb des Herstellungslandes zu berücksichtigen.

Produktion in Europa

  • Strenge Umweltauflagen: In Europa gelten hohe Standards bezüglich Umwelt- und Arbeitsschutz. Dies führt oft zu einem höheren direkten Energieverbrauch pro Einheit, da modernste, aber auch energieintensive Technologien eingesetzt werden. Gleichzeitig sorgt der Einsatz erneuerbarer Energien in vielen Betrieben für eine insgesamt bessere CO₂-Bilanz.
  • Regionale Wertschöpfung: Eine Produktion in Europa reduziert den Transportaufwand erheblich. Kürzere Transportwege bedeuten niedrigere Transportemissionen und damit einen geringeren ökologischen Fußabdruck.
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Lokale Produktionsketten erlauben eine bessere Kontrolle und Nachverfolgung der gesamten Lieferkette. Dies erleichtert nicht nur die Einhaltung hoher sozialer Standards, sondern reduziert auch das Risiko von versteckten Emissionen und Umweltbelastungen.

2. Transportwege und deren Nachhaltigkeitsauswirkungen

Versand per Container aus Asien

  • Transport per Schiff: Der Großteil des Transports erfolgt per Schiff, was – bei voller Auslastung – relativ energieeffizient sein kann. Moderne Containerschiffe befördern enorme Mengen, sodass der CO₂-Ausstoß pro Produkt vergleichsweise niedrig bleibt.
  • Langer Inlandstransport im Herstellungsland: Oft liegen Produktionsstätten jedoch weit entfernt von den nächstgelegenen Exporthäfen. Dies bedeutet, dass zusätzlich zum Schiffstransport lange Inlandtransporte anfallen, die den CO₂-Fußabdruck erhöhen.
  • Zwischenlager und Umschlag: Nach dem maritimen Transport folgt der Umschlag in europäischen Häfen. Hier entstehen zusätzliche Emissionen durch den innerstädtischen Transport (Lkw, Zug oder Hafenkräne).
  • Transportdistanzen innerhalb Europas: Nach dem Import erfolgt oft noch ein landbasierter Transport, der je nach Entfernung unterschiedlich viele Emissionen verursacht.

Regionaler Transport in Europa

  • Kürzere Transportwege: Produkte, die in Deutschland oder angrenzenden Ländern hergestellt werden, müssen meist nur über kürzere Distanzen transportiert werden – etwa vom Produktionsstandort zum Vertriebspunkt. Dies reduziert die gesamten Transportemissionen deutlich.
  • Geringere Logistikkosten: Die regionale Produktion erlaubt flexiblere Logistik und kürzere Lieferzeiten, was auch zur Reduktion von Leerfahrten und unnötigen Transportwegen beiträgt.

3. Chemische Behandlung von Containern und deren Auswirkungen

Hintergrund der Containerbehandlung

  • Fumigation zum Schutz vor Schädlingen: Container, die international transportiert werden, werden häufig chemisch behandelt, um das Einschleppen invasiver Tierarten und Schädlinge zu verhindern. Dabei kommen Substanzen wie Methylbromid oder alternative, weniger schädliche Chemikalien zum Einsatz.
  • Mögliche Rückstände: Es besteht grundsätzlich die Sorge, dass chemische Rückstände – insbesondere in schlecht belüfteten Containern – auf die Produkte übergehen könnten. Dies ist besonders kritisch, wenn es um Konsumgüter geht, die mit direktem Hautkontakt verwendet werden, wie beispielsweise Babytragen.

Maßnahmen zur Risikominimierung

  • Standardisierte Behandlungsverfahren: Internationale Standards und gesetzliche Vorschriften stellen sicher, dass Container nach der Behandlung ausreichend belüftet werden, bevor sie befüllt werden. Dies reduziert das Risiko, dass chemische Dämpfe in die Produktverpackung eindringen.
  • Innovative Verpackungstechniken: Neuere Verpackungslösungen können zusätzlich verhindern, dass chemische Rückstände auf die Produkte gelangen. Versiegelte Verpackungen und zusätzliche Barrieren bieten einen Schutz, der besonders für empfindliche Konsumgüter wichtig ist.
  • Kontrolle und Zertifizierung: Regelmäßige Überprüfungen und Zertifizierungen der Containerbehandlungen sind essenziell. Hierbei wird sichergestellt, dass die verwendeten Chemikalien innerhalb sicherer Grenzwerte bleiben und die Behandlung keine negativen Auswirkungen auf die Produktqualität hat.

4. Fallbeispiel: Nachhaltigkeit einer Babytrage bei europäischer vs. asiatischer Produktion

Szenario 1: Produktion in Asien

  • Großserienfertigung: Eine in Asien hergestellte Babytrage, die in großen Mengen produziert und per Container nach Europa verschifft wird, profitiert von Skaleneffekten. Die Emissionen pro Einheit können niedrig ausfallen, wenn der Container voll ausgelastet ist.
  • Komplexe Transportwege: Neben dem langen Schiffstransport kommt hinzu, dass oft lange Inlandtransporte im Produktionsland notwendig sind, um die Waren zu den Exporthäfen zu bringen. Im europäischen Umschlag erhöhen sich dann noch die Transportwege vom Hafen zum Endabnehmer.
  • Chemische Behandlung: Wie oben erwähnt, sind die Containerbehandlungen ein potenzieller Risikofaktor. Bei Einhaltung aller Sicherheitsstandards kann dieses Risiko jedoch minimiert werden.

Szenario 2: Produktion in Deutschland oder angrenzenden Ländern

  • Hohe soziale Standards: Die Produktion in Deutschland oder in Ländern wie Tschechien bietet höhere Transparenz bezüglich fairer Arbeitsbedingungen und nachhaltiger Produktion. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der über den reinen CO₂-Fußabdruck hinausgeht.
  • Kürzere Lieferketten: Die regional kurze Transportstrecke – meist ohne aufwendige Inlandstransporte im Produktionsland – führt zu deutlich geringeren Emissionen im Vergleich zum transkontinentalen Transport.
  • Flexibilität und Kontrolle: Lokale Produktionsstätten erlauben eine intensivere Kontrolle der gesamten Lieferkette. Auch mögliche Nebenbelastungen – etwa durch den Transport oder den Ausschluss von chemischen Rückständen – können besser gesteuert werden.

5. Fazit und Ausblick

Die Frage, ob eine in Asien hergestellte Babytrage nachhaltiger sein kann als ein in Deutschland produziertes Tuchgewebe, ist nicht pauschal zu beantworten. Es gilt, mehrere Faktoren zu berücksichtigen:

  • Effizienz vs. Transparenz: Während große asiatische Produktionsmengen zu niedrigeren CO₂-Emissionen pro Stück führen können, bieten europäische Produktionsstandorte höhere Transparenz und striktere soziale sowie ökologische Standards. Unternehmen sollten daher mit Bedacht behaupten, sie produzierten die nachhaltigsten Produkte, wenn ihre Produktion in Asien stattfindet.
  • Komplexität der Transportwege: Besonders zu berücksichtigen ist der oft lange Transportweg im Inland des Produktionslandes, gefolgt von dem transkontinentalen Schiffstransport, dem Umschlag in europäischen Häfen und dem abschließenden innerdeutschen Transport. Jeder dieser Schritte erhöht den ökologischen Fußabdruck.
  • Chemische Risiken: Die Behandlung von Containern mit Chemikalien stellt ein mögliches Risiko dar, das jedoch durch standardisierte Verfahren und moderne Verpackungstechniken weitgehend kontrolliert werden kann.

Insgesamt zeigt sich, dass Nachhaltigkeit in der Industrie ein komplexes Zusammenspiel aus Produktionsstandorten, Logistikketten und Qualitätsstandards darstellt. Unternehmen sollten daher eine ganzheitliche Betrachtung anstreben – von der CO₂-Bilanz über faire Arbeitsbedingungen bis hin zu potenziellen Umweltrisiken bei Transport und Verpackung. Nur so lässt sich langfristig eine nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion realisieren. Die Kunden sollten sich bei Ihrer Entscheidung für ein Produkt genau informieren, wo die Produktion der Babytrage stattfindet, um wirklich sicherzustellen, dass sie eine nachhaltige Babytrage erwerben. Bei der deutschen und europäischen Produktion bei Storchenwiege kann dies durchgängig nachgewiesen werden.


Dieser Beitrag soll einen umfassenden Überblick über die vielschichtigen Aspekte der Nachhaltigkeitsbewertung in internationalen Lieferketten geben und zum Nachdenken anregen, wie sich unterschiedliche Produktionsstandorte langfristig auf Umwelt, Soziales und Wirtschaftlichkeit auswirken.